Arbeitsgruppen

Ökologische Parasitologie

 

Die Arbeitsgruppe Ökologische Parasitologie wurde 2003 gegründet, um den Austausch von Ideen zwischen Forschungsgruppen zu fördern, die parasitologische Frage-stellungen unter ökologischen Gesichtspunkten bearbeiten. Die AG Ökologische Parasitologie ist gedacht als ein offenes Netzwerk parasitologischer Forschungsgruppen mit Interesse an ökologischen, evolutionären, epidemiologischen und verhaltens-biologischen Ausrichtungen. Ziel ist auch die Anbindung (bzw. Einbeziehung) von zoologisch ausgerichteten Wissenschaftlern. Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe liegen derzeit in (1.) der Erforschung der Biodiversität unter parasitologischen Gesichts-punkten und (2.) der evolutionären Parasitologie. Diese beiden Schwerpunkte stehen in unmittelbarem Zusammenhang, da die Entstehung und Verbreitung von Arten die biologische Ursache für die Biodiversität darstellt. Mit den derzeitigen Schwerpunkt-setzungen trägt die Arbeitsgruppe einem Trend Rechnung, der die Relevanz von Parasiten voraussichtlich maßgeblich beeinflussen wird: Anthropogen bedingte Umweltveränderungen und zunehmende Globalisierung haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend ökologische Gleichgewichte verändert und die natürliche Biodiversität bedroht. Parasiten und ihre Überträger als wichtige Schlüsselelemente in Ökosystemen und weltweit bedeutende Krankheitserreger werden dadurch stark beeinflusst, indem zum Beispiel ursprünglich nur lokal verbreitete Erreger bzw. Überträger aufgrund veränderter Umwelt-bedingungen verbesserte Ausbreitungsmöglichkeiten finden, so dass sie jetzt ein weit größeres Gefahrenpotential darstellen. Der wissenschaftliche Austausch zwischen den an der AG Ökologische Parasitologie beteiligten Gruppen soll helfen, den Wandel von Parasitozönosen zu erfassen, zu dokumentieren, und mit früheren Daten zu vergleichen. Die effektive Nutzung vorhandener taxonomischer Kenntnisse, von Biodiversitäts-Datenbanken und von Methoden der molekularen Systematik sind hierfür von großer Bedeutung. Die Ursachen des Wandels von Parasiten-Lebensgemeinschaften können mit Hilfe der kausalen Evolutionsforschung untersucht werden. Diese behandelt zum Beispiel die Frage, wie Parasiten die Evolution der Wirte beeinflussen und welche Evolutionsmechanismen in der speziellen Situation des Parasitismus von Bedeutung sind. Die Erforschung der Coevolution von Wirten und Parasiten, der Entstehung von Wirtsspezifität und der Artbildung aufgrund des Evolutionsdruckes durch Parasiten sind Themen mit Modellcharakter sowohl für die evolutionsbiologische Grundlagen-forschung als auch für die Biodiversitätsforschung.


Kontakt: Prof. Dr. Bernd Sures

Fakultät für Biologie
Angewandte Zoologie/Hydrobiologie
Universitätsstr. 5
D-45141 Essen

Tel: +49.201.183.2617
Fax: +49.201.183.2179     
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Kontakt: Prof. Dr. Joachim Kurtz

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institute for Evolution and Biodiversity, Animal Evolutionary Ecology Group
Hüfferstr. 1, D-48149 Münster, Germany
Phone: + 49 251 83 21027
Fax: + 49 251 83 2466
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AG Wirkstoffentwicklung

Die Arbeitsgruppe Wirkstoffentwicklung (Drug Design & Development Seminar, DDDS) der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie (DGP) wurde 1999 am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg mit dem Ziel gegründet, den wissenschaftlichen Informationsaustausch auf dem Gebiet der antiparasitären Chemotherapie zwischen Universitäten, Industrie und anderen Forschungsinstitutionen zu fördern. Die Hauptinitiatoren waren damals Prof. Dr. Peter Köhler, Prof. Dr. Rolf Walter und Prof. Dr. Heiner Schirmer. Unabhängig von einer DGP-Mitgliedschaft steht das DDDS interessierten Wissenschaftlern und Fachleuten aus aller Welt offen. Treffen finden im jährlichen Rhythmus statt, wobei das DDDS jedes 2. Jahr in die zweijährige DGP-Konferenz integriert ist. Hauptthemen sind dabei die Target Identifizierung und Validierung, die Identifizierung von Target-Modulatoren wie beispielsweise Agonisten und Antagonisten sowie die Synthese und Optimierung solcher Moleküle mit dem Ziel Wirkstoffkandidaten und Medikamente zu entwickeln. Treffen: Hamburg (1999, 2005, 2008), Zürich (2001), Heidelberg (2003), Lübeck (2002), Würzburg (2004), Wien (2006), Tübingen (2007), Rauischholzhausen (2009), Düsseldorf (2010).



Kontakt: Prof. Dr. Paul M. Selzer


Intervet Innovation GmbH
Drug Discovery / BioChemInformatics
Zur Propstei
55270 Schwabenheim / Germany

Phone +49 (0)6130-948-206
Fax +49 (0)6130-948-517
Mobile +49 (0)1735730576
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Ichthyoparasitologie

Die Arbeitsgruppe Ichthyoparasitologie wurde 1978 innerhalb der Parasitologischen Gesellschaft der DDR gegründet und nach der Wiedervereinigung in der DGP fortgeführt. Seit 1985 finden jährliche Treffen in der Meeresbiologischen Station in Boiensdorf (Mecklenburg) statt. Die AG stellt heute ein Netzwerk von Biologen und Veterinären dar, die sich in angewandter oder Grundlagenforschung mit verschiedenen Aspekten der Parasiten von Meeres- und Süßwasserfischen beschäftigen. Die Arbeitsgebiete und Interessen der beteiligten Kolleginnen und Kollegen sind dabei so vielfältig wie die Fischparasiten selbst. Sie reichen von Diagnose, Therapie und Prophylaxe in der Fischzucht über taxonomische, epidemiologische und ökologische Studien bis hin zu Fisch-Parasit-Systemen als (Labor-) Modelle zur Untersuchung von toxikologischen, physiologischen, immunologischen und evolutionsbiologischen Fragestellungen. Darüber hinaus beschäftigen sich Mitglieder der AG auch mit den Zwischen- und Endwirten von Fischparasiten, sowie mit den Transmissionsstrategien der infektiösen Parasitenstadien. Die jährlichen Treffen, üblicherweise an einem Wochenende im Juni, mit meistens 15-25 Teilnehmern und 12-16 Vorträgen, dienen nicht nur der Präsentation neuer Ergebnisse , sondern vor allem auch dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion neuer Projekte, Ideen und Entwicklungen. Aufgrund der großen Diversität der Expertisen bei den Teilnehmern und des informellen Charakters sind diese Symposien auch immer eine gute Gelegenheit für Studierende und Neulinge auf dem Gebiet der Fischparasitologie, Kollegen kennenzulernen und wichtige Kontakte zu knüpfen.
Beiträge und zugehörige Abstracts der jährlichen Symposien (pdf):


Kontakt: Prof. Dr. Lothar W. Reimer
Am Bahnhof Minden Stadt 4
32423 Minden
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Kontakt: Dr. Martin Kalbe
Max-Planck Institut für Limnologie
Abteilung Evolutionsökologie
August-Thienemann Str. 2
24306 Plön
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