Über die DGP PDF Drucken

Gründung


Im Jahre 1960 kam es aufgrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland zur Aufstellung von Plänen für einen Ausbau der deutschen Hochschulen. Um eine optimale Interessensvertretung zu erreichen, gründeten die auf diesem Gebiet tätigen Wissenschaftler die "Deutsche Gesellschaft für Parasitologie". Die Gründung erfolgte am 26. September 1960 am Institut für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Prof. Dr. K. Enigk wurde zum 1. Vorsitzenden für eine Amtsperiode von 4 Jahren gewählt. Im Namen dieser Fachgesellschaft konnte der dringende Bedarf für Lehrstühle der Parasitologie vor allem bei den natur-wissenschaftlichen, medizinischen und veterinärmedizinischen Fakultäten in der Bundesrepublik angemeldet werden. Zunächst beschränkte sich der Ausbau auf die angewandte Parasitologie. Auch die pharmazeutische Industrie widmete sich nunmehr intensiv der parasitologischen Forschung, insbesondere der Entwicklung neuer Chemotherapeutika und Diagnostika.

Parasitologie vor und nach der Wiedervereinigung


Bei der Gründung der DGP war es vorgesehen, auch die Parasitologen der DDR in diese Gesellschaft zu integrieren. Es war geplant, zwei Wissenschaftler in den erweiterten Vorstand aufzunehmen, so daß auch deren Belange vertreten werden konnten. In einem Briefwechsel zwischen Prof. Enigk und Prof. Borchert brachte Prof. Borchert seine und seiner Kollegen Sympathie für einen Beitritt zum Ausdruck. Mitte des Jahres 1961 kam es zu einigen Beitrittserklärungen ostdeutscher Parasitologen, die jedoch später aus politischen Gründen zurückgezogen wurden. Am 10. Oktober 1961 wurde dann die "Parasitologische Gesellschaft der DDR" gegründet. Es wurde ein Statut festgelegt und ein Vorstand aus 7 Wissenschaftlern für eine Amtsperiode von 2 Jahren gewählt. Als 1. Vorsitzender der Gesellschaft amtierte Prof. Borchert. Zwischen beiden deutschen Gesellschaften gab es aufgrund der politischen Situation nur spärliche wissenschaftliche und persönliche Kontakte. Erst am 21. September 1990 kam es nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch zum Zusammenschluß beider Schwestergesellschaften unter dem Dach der DGP. Heute umfasst die Gesellschaft ca. 550 Mitglieder

Zweck der Gesellschaft


Laut Satzung der "Deutschen Gesellschaft für Parasitologie e.V." hat die Vereinigung ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die DGP ist in das Vereinsregister eingetragen und dient ausschließlich allgemeinnützigen Zwecken. Als Zweck und Aufgabe erstrebt die Gesellschaft den Zusammenschluß aller wissenschaftlich interessierten Parasitologen mit dem Ziel, dem Fortschritt auf allen Gebieten der Parasitologie zu dienen durch fachliche Zusammenarbeit, durch Erfahrungsaustausch zwischen In- und Ausland und durch Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zur Erfüllung dieser Aufgaben hält die Gesellschaft alle 2 Jahre eine wissenschaftliche Tagung ab und führt zwischenzeitlich Symposien und Arbeitstagungen durch (Arbeitskreise für Arachnoentomologie, Ökologie, Diagnose, Ichthyoparasitologie und Wirkstoffentwicklung) (Link). Die DGP betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung von Parasitosen und die Arbeit von Parasitologen in den Medien und bei Forschungsförderern bekannt zu machen. Sie unterstützt Initiativen ihrer Mitglieder, die Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche und praktische Arbeit von Parasitologen zu verbessern. Unter anderem konnten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf grund der Aktivitäten der DGP bislang drei Forschungsschwerpunktprogramme eingerichtet werden.


Die DGP-Vorsitzenden

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2015 um 09:33 Uhr